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Nach der Implantation

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Wahrscheinlich haben Sie darüber nachgedacht ob es nach der Behandlung spezielle Empfehlungen oder auch Einschränkungen gibt. Die häufigsten Fragen haben wir im folgenden beantwortet für Ergänzungen sind wir dankbar.

 

  • Sportliche/Aktivitäten wie z.B. Radfahren, Walken, Joggen, Segeln, Golf spielen, Schwimmen und auch Saunagänge können direkt wieder aufgenommen werden

  • Fahrten I Flüge zu einem geplanten Urlaubsaufenthalt können durchgeführt werden, evtl. sollte wegen vorübergehender Beschwerden beim Wasserlassen eine gewisse "Wartezeit" eingeplant werden

  • Es bestehen keine Bedenken gegen die Ausübung von Geschlechtsverkehr. Rötlich oder bräunlich verfärbte Samenflüssigkeit sind Folge der Behandlung, eine vorübergehende Erscheinung und nicht als bedenklich zu bewerten, solange kein Fieber und keine Schmerzen auftreten.

  • Es wird empfohlen, für die Dauer eines Jahres Säuglinge oder Kleinkinder nicht für längere Zeit auf dem Schoß zu halten (Strahlung), Umarmungen und Umhertragen sind uneingeschränkt möglich

  • Einwände gegen die Durchführung von Kernspintomographie-Untersuchungen bestehen nicht

  • Sie erhalten einen Ausweis über die permanente SeedImplantation, den Sie bei Bedarf am Flugplatz oder bei Untersuchungen vorzeigen können



Betreuung durch niedergelassene Ärzte


Die postoperative Therapie erfolgt leitliniengerecht und einheitlich.

  • Ambulante Vorstellung beim Urologen im Verlaufe von 5 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus, danach regelmäßige Wiedervorstellungen etwa alle 8-12 Wochen:

  • Gespräch, Untersuchung, Urin-/Ultraschallkontrollen, evtl. Einleitung einer zusätzlichen medikamentösen Therapie, evtl. Einleitung einer Rehabilitationsmaßnahme, evtl. Kontaktaufnahme zu einem Psychoonkologen / Psychologen / Sozialarbeiter.

  • Der Patient erhält einen Ausweis über die permanente Seed-Implantation.

  • Ambulante Vorstellung beim Strahlentherapeuten 6 Wochen nach der Behandlung (entspricht der internen Qualitätskontrolle): "Postplanungs-CT": dient der Identifizierung der Seeds, Berechnung der tatsächlich applizierten Strahlung und Vergleich mit der während der OP errechneten Dosis.

  • Langfristige Nachsorge beim Urologen (leitliniengerecht):
    Gespräche, Untersuchungen, Urin- / Ultraschallkontrollen, PSA alle 8-12 Wochen, ggf. Einleitung weiterer therapeutischer Schritte. Neben diesen sogenannten ,Nachsorgeuntersuchungen' finden begleitend die üblichen urologischen Vorsorgeuntersuchungen statt Spezialsprechstunde, evtl. im Beisein der Partnerin zu den Themen Sexualität und Krebs, evtl. Veränderungen des Körperbildes und -erlebens, evtl. Erektionsverlust...

  • Langfristige Nachsorge beim Strahlentherapeuten (leitliniengerecht):
    In der Regel nach Ablaufes eines Jahres, bzw. jederzeit bei Veränderungen / Beschwerden Gespräch über Befinden, mögliche Begleiterscheinungen, Veränderungen, Beschwerden



Betreuung durch Psychoonkologen/Psychologen


Auf Wunsch des Patienten und/oder der Partnerin kann Kontakt zu Psychoonkologen / Psychologen hergestellt werden

  • Unterstützung in der Krankheitsverarbeitung, seelische Stabilisierung nach Konfrontation mit der Diagnose "Krebs"

  • Evtl. mehr "Zeit" als dies im Rahmen des Praxisalltages beim Urologen möglich ist

  • Evtl. Themen: "Körperbild und -erleben" - "Krebs und Sexualitat"-Ängste (wachst der Tumor doch weiter?, Verlustangste, Zukunftsangste), Erinnerungen an Tumorerkrankungen in der Familie... .



Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen

Auf Wunsch des Patienten und/oder der Partnerin kann eine Rehabilitationsmaßnahme eingeleitet werden, evtl. mit Unterstützung eines Sozialarbeiters

  • Unterstützung bei der körperlichen und seelischen Kraftigungsowie Stabilisierung nach der Tumortherapie (Entspannungsverfahren, körperliches Training, evtl. Klimawechsel. Informationsgewinn, Austausch mit Betroffenen...)

  • Festigung der Erwerbsfahigkeit

  • Unterstützung in der Krankheitsverarbeitung (Angebot für psychoonkologisch gestützte Gesprache, Austausch mit Mitpatienten, Angehörigen...)

  • Sozialrechtliche Beratung, z. B. bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz durch evtl. Krankheitsbedingten Arbeitsausfall, finanzielle Sorgen...

  • Rentenversicherungsrechtliche Fragen

  • Schwerbehindertenausweis