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Am Implantationstag

Vor der Implantation im Krankenhaus

  • Am Nachmittag vor der Behandlung Vorstellung beim Narkosearzt mit allen Unterlagen vom Hausarzt (Laborbefunde, EKG, evtl. Facharztbefunde, Allergiepass, Marcumarpass, aktuelle Medikamentenliste).

  • Zur millimetergenauen Platzierung der Seeds in der Prostata ist die Durchführung einer Vollnarkose erforderlich. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Patient sich während der Maßnahme nicht bewegt. Der Narkosearzt wird Sie ausführlich informieren und aufklären über das geplante Vorgehen.

  • Bei Wohnortentfernung >30 km bzw. frühem OP-Beginn (7.00 Uhr) besteht die Möglichkeit zur Übernachtung im Krankenhaus. Ansonsten können Sie meist zuhause übernachten und am Morgen des OP-Tages zur Aufnahme kommen

  • Das Pflegeteam wird ein Aufnahmegespräch führen und Sie auf der Station einweisen

  • Für eine evtl. erforderliche Krankmeldung wenden Sie sich bitte an den betreuenden Arzt

  • Vor dem Eingriff wird ein Urologe aus dem Team Sie begrüßen und mit Ihnen sprechen

Ablauf am OP-Tag

  • Am Morgen der Behandlung wird die Rasur der Damm- und Analregion durchgeführt. Alternativ könnten Sie am Tag vor der Behandlung ein Enthaarungsmittel anwenden.

  • Operatives Vorgehen: In Vollnarkose werden Sie auf dem OP-Tisch gelagert durch die Harnröhre wird ein Blasenkatheter eingelegt. Unter enger Kooperation zwischen Urologen, Strahlentherapeuten und Strahlenphysiker erfolgt die exakte Prostatadarstellung und Computergesteuerte Bestrahlungsplanung. Nach sterilem Abwaschen und Abdecken der OP-Region werden die Seeds unter Ultraschallkontrolle vom Damm aus (= zwischen Penis und Anus) mittels Punktionsnadeln in die Prostata eingebracht. Die Seeds werden nicht entfernt man spricht daher von der permanenten Brachytherapie. Zur Sicherstellung der korrekten Lage finden regelmäßige Kontrollen mittels Ultraschall und Röntgen statt bis alle zuvor berechneten Seeds millimetergenau eingebracht sind. Abschließend wird die Harnblase geröntgt, gespült und die externe Radioaktivität gemessen und dokumentiert.

  • Die Maßnahme dauert zwischen 90 und 120 Minuten. Die Behandlung geschieht immer gemeinsam und unter gegenseitiger Kontrolle durch speziell ausgebildete Urologen, Strahlentherapeuten und Strahlenphysiker. Sie erfordert eine intensive Kommunikation zwischen den Spezialisten bei jedem Behandlungsschritt, da die Situation sich bei jedem Patienten individuell gestaltet.



Nach der Implantation im Krankenhaus

  • Ausschlafen im Aufwachraum unter Betreuung durch das Narkoseteam

  • Stationär für 2 Tage: Überwachung des Allgemeinzustandes, Antibiotika- und Schmerzmittelgabe, allgemeine Betreuung

  • Am Abend des Eingriffes können Sie wieder aufstehen, leichte Vollkost und Getränke zu sich nehmen

  • Mindestens 2x täglich erfolgt Visite durch den behandelnden Urologen 1. Tag nach der Operation:

  • Entfernung des während der OP eingelegten Harnblasenkatheters

  • Sonographie-Kontrolle der Restharnmenge und der Nieren

  • Sie können duschen oder baden 2. Tag nach der Operation: Entlassung bei unauffälligem Verlauf, bei Beschwerdefreiheit restharnfreiem Wasserlassen. Bei erhöhten Restharnmengen (selten): Einlage eines Katheters durch die Bauchdecke, weitere Betreuung im Rahmen ambulanter Wiedervorstellungen beim Urologen

Allgemeine Hinweise

  • Die Heimfahrt können Sie selbst vornehmen, ein Abholen ist nicht notwendigerweise erforderlich.

  • Eine evtl. erforderliche Krankmeldung kann vom betreuenden Urologen oder Hausarzt ausgestellt werden

  • Bei der Ernährung sollten Sie stopfende Nahrungsmittel meiden und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten

  • Sie können in gewohnter Weise duschen und auch Vollbäder nehmen

  • Es besteht keine Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit

  • Ihre Medikamente können Sie wie vor der Operation weiter nehmen. Die Wiederaufnahme einer Marcumartherapie ist ab Tag 7 nach dem Eingriff möglich. Evtl. erhalten Sie von Ihrem behandelnden Urologen die Empfehlung, vorübergehend abschwellende Medikamente einzunehmen.