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Vor der Implantation

Präoperative Diagnostik beim Urologen
(zur Diagnosestellung und zum Ausschluss weiterer urologischer Begleiterkrankungen)
 

  1. Anamnese, körperliche Untersuchung, Urin-, Blutuntersuchung (PSA), Ultraschall, Prostata-Gewebeentnahme (= Stanzbiopsie), Röntgenuntersuchung der Nieren und ableitenden Harnwege, Blasenspiegelung
     
  2. Bei einem PSA-Wert> 10 ng/ml wird eine Knochenuntersuchung beim Arzt für Nuklearmedizin (= Skelettszintigramm) veranlasst
     
  3. Informationen und Aufklarung über die stadienentsprechenden Therapieoptionen (radikale Operation, externe Bestrahlung, permanente Seed Brachytherapie - evtl. in Kombination mit externer Bestrahlung, antihormonelle Behandlung), deren Vor- und Nachteile
     
  4. In Zusammenfassung aller Befunde erfolgt die Einteilung in die jeweilige Therapiegruppe. Evtl. ist die unmittelbare Einleitung einer zusatzlichen medikamentösen Behandlung erforderlich.
     
  5. Die Therapieindikationen werden leitliniengerecht nach den Empfehlungen der Urologischen und Strahlentherapeutischen Fachgesellschaften gestellt

Präoperative Diagnostik beim Hausarzt/Internisten
(zur OP-Vorbereitung, zum Ausschluss von Operationsrisiken)
 

  1. Blutentnahme vor OP (Blutbild, Gerinnungswerte - evtl. zusätzliche Werte)
     
  2. Ruhe-EKG
     
  3. Bei ernsthaften Vorerkrankungen evtl. zusätzliche Untersuchungen (Herz-/ Lungenspezialist)
     
  4. Bei Marcumar-Patienten: zeitgerechte Umstellung planen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt
     
  5. Blutverdünner wie ASS: in Absprache mit dem Hausarzt etwa 1 Woche vor dem Eingriff absetzen

Präoperative Diagnostik beim Strahlentherapeuten
 

  1. "Präplanungs-CT": Computergestützte Vorplanung der millimetergenauen Ablage und Verteilung der Seeds in der Prostata und damit Bestimmung der exakten Anzahl und der Strahlungsaktivität
     
  2. Aufklärungsgespräch über das Therapieverfahren, die Vorbereitung, Risiken und Komplikationsmöglichkeiten, Nachsorgeuntersuchungen
     
  3. CT der Prostataregion

Zwischengespräch beim Urologen
 

  1. Abhängig vom Stadium und der Risikogruppe: evtl. Einleitung einer zusätzlichen medikamentösen Therapie mit dem Ziel, das Risiko für eine Aussaat von Tumorzellen zu minimieren und die Prostata zu verkleinern
     
  2. Möglichkeit zum Gespräch und erneuter Aufklärung
     
  3. Rückversicherung über die Vollständigkeit der vorbereitenden Untersuchungen
     
  4. Terminvereinbarung - in Absprache mit dem Strahlentherapeuten und Veranlassung der numerisch exakten Bestellung der Seeds zum Behandlungstermin

Persönliche Vorbereitung auf den Krankenhaus-Aufenthalt
 

  1. Am Tag vor der Behandlung sollten Sie nur Flüssigkost (Suppen) zu sich nehmen
     
  2. Abführende Maßnahmen sind nicht erforderlich, da unmittelbar vor der Behandlung ein Klistier eingeführt wird, um den Darm zu entleeren
     
  3. Medikamente sollten wie üblich eingenommen und zum stationären Aufenthalt mitgebracht werden